Der Grüne Punkt

Heute möchten wir dir etwas über den “Grünen Punkt” erzählen – ein Markenzeichen, welches auf Verpackungen zu finden ist und bedeutet, dass für diese Verpackungen ein Finanzierungsbeitrag an eine nationale Verwertungsgesellschaft für Verpackungen entrichtet wurde. 

Der Grüne Punkt – Was bedeutet er?

Du hast den Grünen Punkt bestimmt auch schon einmal gesehen, oder? Der Grüne Punkt ist ein Markenzeichen der „Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH“. Die Marke “Der Grüne Punkt“ auf Verpackungen bedeutet, dass für diese Verpackungen ein Finanzierungsbeitrag an eine nationale Verwertungsgesellschaft für Verpackungen entrichtet wurde. Der Grüne Punkt auf einer Verpackung bedeutet nicht, dass diese Verpackung recyclingfähig oder besonders umweltfreundlich ist.

Das System des Grünen Punkts wurde 1991 von der Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH entwickelt. Wie du siehst, besteht das Piktogramm aus zwei in Kreisform miteinander verschlungenen Pfeilen in unterschiedlichen Farben. Es wurde von Lars Oehlschlaeger entworfen und ist an das Symbol von Yin und Yang angelehnt. 

Recyceln ist wichtig für unsere Gesellschaft 

Das Recyceln von Verpackungen ist von großer Wichtigkeit für unsere Umwelt und setzt ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Der Grüne Punkt wurde als zweites (duales) System neben dem öffentlich-rechtlichen Abfallentsorgungssystem gegründet, nachdem die Verpackungsordnung Industrie und Handel zur Rücknahme und Verwertung ihrer Verpackungen verpflichtete. Der Grüne Punkt nimmt Verpackungsmüll zurück und gewinnt daraus Sekundärrohstoffe. Diese fließen zurück in den Wirtschaftskreislauf.  Und das mit viel Erfolg, denn die jährliche Umweltbilanz des Grünen Punkts ist sehr gut. 

Du verstehst bestimmt, dass es wichtig ist, die Umwelt zu schonen und seinen Müll zu recyceln. Genau das macht der Grüne Punkt. Damit zukünftigen Generationen ausreichend Ressourcen und Rohstoffe zur Verfügung stehen. Deswegen haben wir uns auf der Website des Grünen Punktes ein bisschen genauer umgesehen. Und möchten dir nun ein paar Tipps zu verschiedenen Wertstoffen geben und wie du diese richtig recycelst. 

Recycling Tipps

Glas richtig recyceln 

Du hast bestimmt auch einige Getränke- oder Weinflaschen aus Glas zuhause, oder? Zudem kauft man zum Beispiel eingelegte Früchte oder Marmelade im Glas. All dieses Altglas gehört in den Glascontainer und dort solltest du es auch hinbringen. Nur dann kann es korrekt recycelt und zu neuen Glasverpackungen gemacht werden.

Achte immer darauf, dass du wirklich nur Behälterglas in den Container schmeißt und keine Trinkgläser, Porzellan oder Ähnliches. Ebenso solltest du auf die richtige Farbsortierung achten. Denn es gibt Sammelbehälter für weißes, grünes und braunes Glas. Weitere Informationen, was genau in den Glascontainer gehört und was nicht, erhältst du auf der Seite des Grünen Punktes unter Glasrecycling”.  Dort findest du auch ein tolles Übersichtsblatt zum Ausdrucken für Zuhause!

Recycling von Altpapier 

Papier gehört in die blaue Tonne – so weit, so einfach! Aber wusstest du auch, dass du mit deinem Papierrecycling die Papierindustrie sehr unterstützt? Denn heutzutage ist Altpapier mit einem Anteil von rund 75 % der wichtigste Rohstoff für die Produktion von neuem Papier! 

In die blaue Tonne gehören nur Papier, Pappen und Kartonagen – sonst nichts! Deswegen solltest du immer darauf achten, dass du Plastikverpackungen bei Paketen vorher aus dem Karton entnimmst. Entsorge diese separat, sonst kann das Altpapierrecycling nicht richtig durchgeführt werden!

Was kommt in die gelbe Tonne?

Zu guter Letzt möchten wir dir noch eine praktische Trennhilfe des Grünen Punkts ans Herz legen. Diese kannst du ganz einfach und bequem auf der Website downloaden. Denn du kennst bestimmt auch, dass man unsicher ist, was genau in die gelbe Tonne darf und was nicht. Mit dieser Trennhilfe kann beim Recycling nichts mehr schief gehen! 

Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag gefallen hat und du nun selbst voller Eifer anfängst, alles in den richtigen Mülleimer zu werden und zu recyceln! 

Upcycling – Was dahinter steckt und wie man es umsetzen kann

Europalette

“Upcycling” ist ein gebräuchlicher Begriff, der besonders in Verbindung mit Möbeln und Kleidung genutzt wird. Doch was steckt eigentlich genau dahinter und wie lässt sich das im Alltag umsetzen? All das erklären wir dir in diesem Blogbeitrag – als kleine Hilfestellung findest du am Ende außerdem ganz viele Inspirationen.

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Was bedeutet “Upcycling”?

Der Begriff lässt sich mit englisch up für „nach oben“ und recycling für „Wiederverwertung“ übersetzen. Upcycling steht also für eine Aufwertung von Stoffen, die zuvor scheinbar nutzlose Abfallprodukte waren – ganz nach dem Motto “aus alt mach neu”. Durch die Verwertung von bereits vorhandenem Material reduziert sich der Bedarf an neuen Rohstoffen und das wirkt sich somit positiv auf unsere Umwelt aus.

Im Zusammenhang mit Upcycling werden häufig auch die Begriffe “Recycling” und “Downcycling” verwendet. Du fragst dich nun, was es damit auf sich hat und wo der Unterschied liegt? Der wesentliche Aspekt beim Recycling ist, dass der Wert des Gegenstandes gleich bleibt. Ein Beispiel wäre die Weitergabe eines T-Shirts an eine andere Person, die es dann weiter nutzen würde. Downcycling würde beispielsweise bedeuten, dass du das alte T-Shirt zu einem Putzlappen verarbeitest – hier findet dann eine Wertminderung statt.

Blumentöpfe aus alten Dosen

Warum ist Upcycling sinnvoll?

Durch dieses Prinzip wirst du langfristig deinen Konsum einschränken und auch Müll vermeiden. Dinge immer neu zu kaufen, verschwendet sehr viele Ressourcen. Das Problem dabei ist, dass sich sehr viele Ressourcen bereits dem Ende zuneigen. Du kannst also durch Upcycling nicht nur Geld sparen, sondern auch unsere Umwelt schonen. Außerdem hast du die Möglichkeit deine Wohnung modern und individuell einzurichten.

Wir müssen natürlich sagen, dass es nicht DIE Lösung all unserer Probleme darstellt. Denn der täglich anfallende Müllberg ist weltweit einfach zu groß. Auch das Upcycling geht nicht spurlos an der Umwelt vorbei. Allerdings ist die Primärproduktion deutlich ressourcenintensiver und bringt weitreichende Folgen mit sich. Das Problem besteht leider weiterhin darin, dass einerseits viele Verbraucher ausschließlich neue Ware nutzen möchten. Andererseits ist es für Unternehmen häufig billiger, Produkte neu zu produzieren. Allerdings kann Upcycling eine Möglichkeit sein, auf dieses Problem aufmerksam zu machen und die Menschen dahingehend zu sensibilisieren.

Die Vorteile auf einen Blick

Wo trifft man auf “Upcycling-Produkte”?

Besonders bei Möbeln bietet sich Upcycling an – ein sehr bekanntes Beispiel sind die Euro-Paletten. Normalerweise werden diese auf dem Bau verwendet. Doch ausgediente Paletten können zu Tischen, Betten, Sofas oder auch Blumenkästen umfunktioniert werden. Alte Möbelstücke erstrahlen häufig bereits nach einem frischen Farbanstrich wieder im neuen Glanz – der Aufwand richtet sich dabei individuell nach dem Möbelstück.

Doch auch in der Modebranche ist das Prinzip seit einigen Jahren ein wichtiges Thema. Hier werden Materialien genutzt, die bereits im Umlauf sind wie beispielsweise Knöpfe, Reißverschlüsse oder Pailletten. Es gibt mittlerweile viele Modemarken, die ausschließlich Upcycling-Kleidung anbieten. 

Kleidung

Viele setzen darauf, ausschließlich Kleidungsstücke zu verkaufen, die entweder komplett oder zumindest teilweise aus recycelten Materialien bestehen. Außerdem bieten Unternehmen oftmals Sammelstellen für Altkleider an – als Dankeschön gibt es dann Rabatte oder andere Goodies.

Welche Materialien werden verwendet?

Der Plastikmüll, der sich zum Beispiel in den Flüssen und Meeren befindet, kann als Basis für synthetische Recyclinggarne genutzt werden. Im Bereich der Mode können beispielsweise beschädigte LKW-Planen, Kaffeesäcke, Segel, Zementsäcke oder ausgediente Anschnallgurte weiterverwendet werden. Unternehmen nutzen meist auch die bereits angesprochenen Sammelstellen, um an die Stoffe zu kommen. Eine andere Möglichkeit ist, bei Überproduktionen oder Farb- und Musterproben zuzuschlagen.

Die allseits bekannten Altkleidercontainer sind eine gute Option, um alte Kleidung upcyceln zu können. Dabei entscheidet die Qualität und der Anbieter, wo genau die Reise für die Klamotten hingeht. Entweder können sie aufbereitet und dann in Second Hand Shops verkauft werden. Wenn die Qualität nicht mehr ausreichend ist, dann wird häufig ein Teil zu neuem Garn verarbeitet.

10 Upcycling-Ideen für dich:

Fußball als Blumentopf
Tetrapack

Selbermachen gibt einfach ein gutes Gefühl. Wenn man dies dann auch aus Resten oder gar Müll herstellen kann, dann fühlt es sich noch besser an – glaub uns. Probiere es einfach einmal aus und schau, welches tolles Stück du zaubern kannst. Wir wünschen dir viel Spaß beim Testen.

Zero Waste

Du hast bestimmt schon mal den Begriff “Zero Waste” gehört, oder nicht? Aber weißt du auch, was das genau ist? Wenn nicht, dann ist dieser Beitrag perfekt für dich geeignet – wir wollen dir erklären, was dahinter steckt, wie dieser Lifestyle genau funktioniert und wir haben dann noch ein paar Tipps für dich, wie genau du starten kannst, wenn du “Zero Waste” in deinen Alltag integrieren möchtest.

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Was genau ist Zero Waste? 

Übersetzt heißt Zero Waste: Null Müll. Damit ist gemeint, dass Menschen versuchen, so wenig Müll wie möglich zu produzieren bzw. sie recyceln alles, was recycelbar ist und führen diesen Müll zurück in den nachhaltigen Kreislauf. Hierbei geht es natürlich um die Reduzierung von Müll im eigenen Haushalt, im Büro oder wenn du unterwegs bist. 

Warum solltest du dich mit Zero Waste beschäftigen?

Wusstest du, dass der Durchschnittsdeutsche 2019 457 kg Haushaltsmüll wegwarf? Das ist mehr als ein Kilo Müll am Tag! Ganz schön viel, oder nicht? Und selbst, wenn man den Müll trennt, nur ein geringer Anteil davon kann wirklich recycelt werden. Der restliche Müll wird verbrannt, was der Umwelt schadet. Es müssen sogar Verbrennungsanlagen für unseren ganzen Müll gebaut werden, was noch mehr Ressourcen verbraucht! 

Deswegen bleibt die beste Alternative “Zero Waste” – also erst gar nicht so viel Müll entstehen zu lassen und somit Ressourcen zu sparen. Außerdem schützt man durch die Vermeidung giftiger Stoffe wie BPA, das in Plastik(-verpackungen) enthalten ist, zudem die eigene Gesundheit.

 

Du lebst auch wesentlich gesünder, wenn du dich für ein Leben mit weniger Müll entscheidest, denn du wirst weniger Fertigprodukte kaufen, da diese auch in Plastik verpackt sind – genauso verhält es sich mit Kosmetikprodukten, dort kannst du auf viele nachhaltige Alternativen umstellen. Damit du einige Ideen bekommst, wie du den Weg zu weniger Müll in deinem Haushalt schaffst, haben wir einige tolle Tipps für dich zusammengestellt.

Zero Waste in deinem Zuhause

Zero Waste Einkaufen und Konsum

Wenn du einkaufen gehst, kannst du zum Beispiel darauf achten, auf Plastik zu verzichten und wo es geht, verpackungsfrei einzukaufen. Das ist im klassischen Supermarkt natürlich nicht so einfach, aber, wenn du zum Beispiel einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe hast, kannst du dort einkaufen gehen. Wir haben einen tollen Blogbeitrag zu “Unverpackt-Läden” erstellt, schau dort nach, ob es einen in deiner Nähe gibt.

Auch auf dem Wochenmarkt bekommst du Vieles unverpackt oder in Papiertüten. Ein Weg dorthin lohnt sich auf jeden Fall, denn dort bekommst du Gemüse und Obst aus der Region.

Beim Zero Waste-Prinzip ist es aber nicht nur wichtig, dass du deinen Konsum bei Lebensmitteln nachhaltiger gestaltest, sondern auch bei Kleidung oder Kosmetik. In Punkto Kosmetik geben wir dir gleich ein paar tolle Tipps, wie Zero Waste im Badezimmer gut klappen kann!

 

Bei der Kleidung lohnt es sich, zu schauen, ob man wirklich alles neu braucht. Du solltest dir jedes Mal, wenn du ein neues Kleidungsstück haben möchtest, überlegen, ob es sich nicht lohnt bei Secondhand-Läden oder Webseiten wie Vinted nachzuschauen. Dort wirst du in den meisten Fällen schnell fündig und gibst Kleidung ein zweites Leben!

Zero Waste im Badezimmer 

Für dein Badezimmer gibt es viele tolle Möglichkeiten, Zero Waste zu sein! Die Bambuszahnbürste oder die feste Seife sind nur zwei Beispiele davon.

Zum Abschminken kannst du zum Beispiel nachhaltige Wattepads und dann Mandelöl benutzen, das entfernt Make-Up schnell und zuverlässig.

Wir haben bereits einen Blogbeitrag “Badezimmer nachhaltiger gestalten” für dich zusammengestellt, dort kannst du dir ein paar tolle Tipps anschauen. Auch bei unseren Produkttests findest du zum Beispiel die “Duschbrocken” – ein nachhaltiges 2-in-1-Shampoo, dass du super easy mit auf Reisen nehmen kannst. 

Zero Waste in der Küche

Zero Waste in der Küche ist wirklich kinderleicht und du wirst merken, wie schnell so eine Veränderung von statten gehen kann. 

Ein paar Tipps möchten wir dir in diesem Beispiel an die Hand geben, dir aber auch hier unseren Beitrag “Nachhaltige Küche” empfehlen, dort findest du noch viele weiterführende Tipps. 

Du kannst zum Beispiel deine Lebensmittel in Gläsern lagern, anstatt in Plastikbehältern – denn Gläser machen im Regal optisch auch wirklich etwas her. Statt Aluminiumfolie nutze Wachstücher oder Lunchboxen wie die von Klean Kanteen zum Beispiel. 

Zudem heißt Zero Waste auch, dass du Lebensmittel komplett verbrauchst – also alle Reste verwertest! Dazu gibt es im Internet richtig tolle Tipps, was du aus angefangenen Lebensmitteln noch so zaubern kannst. 

Wenn du einen Teppich für dein Wohnzimmer haben möchtest, dann schau dort auch nach nachhaltigen Stoffen und achte beim Kauf auf das GoodWeave-Siegel. 

Zero Waste Trend: Selbst machen 

Der tatsächlich allerbeste Zero Waste Trend ist aber immer noch: Selbst machen! Du fragst dich bestimmt, was man denn im Rahmen von Zero Waste selbst produzieren könnte, daher möchten wir dir ein paar tolle Do-It-Yourself Tipps geben:

Deo selbst herstellen

Du kannst super leicht Deo selbst herstellen und musst es dir nicht in der Drogerie kaufen. Denn wusstest du, dass viele Rezepte für selbst gemachtes Deo Inhaltsstoffe wie Natron oder ätherische Öle enthalten? Diese Dinge hast du bestimmt zu Hause – wenn nicht, dann gibt es sie in jeder Apotheke oder Drogerie in Glasfläschen zu kaufen. 

Schau mal auf der Seite von smarticular vorbei – dort gibt es viele tolle Rezepte, um Deo selbst herzustellen und ein großes FAQ, wo alle deine Frage beantwortet werden!

Wasch- und Putzmittel selbst herstellen 

Natürlich kannst du auch Wasch- oder Putzmittel selbst herstellen! Auf Utopia findest du einen tollen Artikel, wie du ganz einfach Waschmittel herstellst und so die Umwelt schonst! 

Und wusstest du, dass du zum Putzen nur fünf verschiedene Zutaten brauchst, damit alles sauber wird? Es muss also nicht der teure Reiniger aus der Drogerie sein, denn aus diesen fünf Hausmitteln lässt sich fast jedes Putzmittel selbst machen: 

  1. Essig: wirkt antibakteriell und kalklösend
  2. Natron: ist desinfizierend, kalk- und fettlösend
  3. Soda: verstärkt die Reinigungswirkung
  4. Zitronensäure: wirkt entkalkend und reinigend
  5. Kernseife: reinigt zusätzlich

Die selbstgemachten Reiniger könnt ihr dann in eure alten Reinigerflaschen einfüllen oder neue Sprühflaschen aus Glas kaufen, diese könnt ihr dann immer wieder benutzen. 

Wenn ihr euch anschauen wollt, wie ihr verschiedene Reiniger herstellt, dann schaut bei gofeminin vorbei, dort sind verschiedene Reiniger und deren Herstellung toll aufgelistet!

Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag gefallen hat und du ein paar tolle Tipps und Tricks, sowie Denkanstöße zum Thema Zero Waste mitnehmen konntest! 

Nachhaltige Küche

Im letzten Monat haben wir bereits den ersten Blogbeitrag zur Themenreihe “Haushalt nachhaltiger gestalten” veröffentlicht. Dort drehte sich alles um das Badezimmer und wie man mehr Nachhaltigkeit einbringen kann. In diesem Beitrag widmen wir uns der Küche! Wir zeigen dir, worauf du achten solltest und geben dir wertvolle Tipps an die Hand.

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Das erwartet dich

Wie kannst du eine nachhaltige Küche planen?

Wir wollen dir hier nur eine kleinen Denkanstoß zu diesem Thema geben. Es gibt mittlerweile viele Anbieter und Unternehmen, die sich auf umweltfreundliche Küchen spezialisiert haben. Eine professionelle Beratung ist bei diesen hohen Geldbeträgen definitiv empfehlenswert.

Das Holz sollte aus heimischen Wäldern stammen. Tropische Hölzer, die aus dem Urwald stammen, solltest du besser vermeiden. Achte auch darauf, dass die Oberflächen bestenfalls überhaupt nicht lackiert sind oder, wenn doch, dann sollten wasserbasierte Lacke verwendet werden. Das Holz sollte außerdem nur mit Naturölen behandelt sein – ohne Zusatz von Lösungsmitteln.

Konventionelle Küchenmöbel aus Span- und Sperrholzplatten enthalten leider oft Formaldehyd, Styrol sowie andere Binde- und Lösungsmittel. Wenn du dir in deiner Küche Granitplatten wünscht, dann sollten diese aus europäischer Fertigung stammen. So verhinderst du Kinder- oder Zwangsarbeit. Du kannst beim Kauf oder der Planung deiner Küche auf folgende Siegel achten:

  • PEFC (Programm for Edorsement Forest Certification Schemes)
  • FSC (Forest Stewardship Council)
  • Der Blaue Engel
  • EU-Energielabel für Elektrogeräte
  • Öko Control
Küche

Daran erkennst du nachhaltige Küchengeräte

Bei allen Geräten ist es wichtig, dass sie besonders energieeffizient sind. Das sorgt für einen sparsamen Verbrauch und deine Küche ist somit umweltfreundlicher. Achte hier auf die Energieeffizienz-Klasse A+++. Deinen Kühlschrank solltest du außerdem auf Reglerstufe 1 oder 2 einstellen (+7°C). Das Gefrierfach stellst du am besten auf -18°C ein. Bei diesen Geräten ist es sinnvoll, die Größe der Personenanzahl anzupassen. Für einen Ein- und Zwei-Personen-Haushalte sind ungefähr 100 bis 160 Liter ausreichend. Für jede weitere Person rechnet man ungefähr mit 50 Litern zusätzlich. Bei den Gefriergeräten reichen rund 20 bis 30 Liter pro Person aus. Hier gilt die Faustregel: Je kleiner, desto sparsamer, desto besser!

Ofen

Die Frage nach dem perfekten, nachhaltigen Herd ist schwierig zu beantworten. Du kannst hier zwischen Gas-, Ceran- oder Induktionsherd wählen. Jede Variante für sich bietet spezielle Vorteile. Zum Vergleich: Gasherde erhitzen schnell und punktgenau. Ceran- bzw. Glaskeramikkochfelder verbrauchen etwas mehr Energie. Durch Induktionsherde lässt sich die Wärme sehr gut dosieren. Eins können wir dir aber sagen: Wenn du deine Nudeln nachhaltig kochen willst, dann erhitze das Wasser vorher im Wasserkocher. Das spart bis zu 40 Prozent Strom.

Die neuesten Geräte sind mittlerweile mit einem Energiesparmodus ausgestattet. Beim Geschirrspüler bedeutet das, dass der Spülgang länger aber auch schonender abläuft. Bei Backöfen setzen viele Hersteller bereits auf Selbstreinigung, diese wird auch “Pyrolyse” genannt. Außergewöhnliche Küchengeräte solltest du lieber bei deiner Familie oder deinen Freunden ausleihen, anstatt sie selber zu kaufen. Beim Wasserkocher solltest du auf einen hohen Glas- und Edelstahlanteil achten.

Geschirrspüler

Wir möchten nun nicht, dass du deine funktionierenden Geräte einfach wegschmeißt und durch neue ersetzt. Es geht uns darum, dass du in Zukunft genauer über nachhaltige Küchengeräte Bescheid weißt. Auch, wenn du vielleicht nicht die umweltfreundlichsten Geräte in deiner Küche hast, kannst du durch folgende Verhaltensweisen trotzdem nachhaltig agieren.

Nachhaltiger Umgang mit Küchengeräten

Spülmaschine

Du solltest darauf achten, die Spülmaschine richtig voll zu machen und nicht für ein bisschen Geschirr anzustellen. Vorspülen ist lediglich bei hartnäckigen Speiseresten wie Spinat oder Kräutern sinnvoll, ansonsten verschwendet man unnötig Energie und Wasser. Auch das richtige Einräumen ist wichtig für einen nachhaltigen Umgang. Das solltest du beachten: Die Sprüharme müssen frei drehbar sein. Das Besteck im Besteckkasten bitte nicht zu eng aneinander einräumen. Auch das Geschirr solltest du nicht zu eng anordnen.

Allgemein gilt: Nur spülmaschinenfeste und -geeignete Materialien nutzen. Wir haben hier einige Dinge aufgelistet, die nicht in die Spülmaschine gehören:

  • Milchglas
  • Espressokocher
  • scharfe Messer
  • Utensilien aus Holz
  • Gefäße mit Etiketten
  • isolierte Behälter
  • Töpfe und Pfannen
  • Messbecher

Um dein Gerät zu schonen und Ablagerung in der Maschine zu vermeiden, empfehlen wir einmal im Monat etwas heißer zu spülen. Ansonsten setze lieber auf das Eco-Programm, wenn es möglich ist.

Kühlschrank

Hier solltest du darauf achten, den Kühlschrank weder zu voll noch zu leer einzuräumen. Du fragst dich, wieso das so wichtig ist? Räumst du das Gerät zu voll, dann findet keine Zirkulation statt. Die Folgen sind verdorbene Lebensmittel und eine geringere Kühlleistung. Ist der Kühlschrank allerdings zu leer, dann erwärmt er sich schneller bei geöffneter Tür.

Einer verminderten Kühlwirkung kannst du außerdem durch regelmäßiges Abtauen entgegenwirken. Das reduziert gleichzeitig auch deinen Stromverbrauch. Den Kühlschrank und auch dein Eisschrank solltest du zweimal im Jahr abtauen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das richtige Einräumen der Lebensmittel. Allgemein gilt: neu gekaufte Lebensmittel nach hinten, die alten nach vorne! Im obersten Fach mit  8 ºC sind Käse & Co. am besten aufgehoben. Die 5 ºC im mittleren Fach sind optimal für frische Milchprodukte. Fleisch und Fisch lagerst du bestenfalls bei 2 ºC im unteren Fach. Die Frischefächer weisen meist 8 ºC auf und sind somit perfekt für dein Obst & Gemüse. Durch das korrekte Befüllen behältst du immer einen Überblick über dein Einkäufe und du verhinderst außerdem Lebensmittelverschwendung.

Vermeide weitestgehend Plastikverpackungen in deinem Kühlschrank, denn sonst entsteht zu viel Kondenswasser und die Lebensmittel könnten schimmeln. Nun kommen wir zu den gängigsten Küchenutensilien, die nicht aus Plastik bestehen müssen. Wir zeigen dir, aus welchen Alternativen du wählen kannst.

Das sind nachhaltige Küchenutensilien:

Dabei solltest du allgemeine auf hochwertige Produkte setzen, statt immer wieder billige zu kaufen. Denn aus vielen dieser Utensilien lösen sich mit der Zeit gefährliche Schadstoffe. Gute Qualität bedeutet natürlich auch einen höheren Kaufpreis, aber langfristig gesehen ist es umweltfreundlicher und geldsparender.

Zunächst widmen wir uns den größeren Gegenstände, die wir alle in unserer Küche nutzen: Töpfe und Pfannen. Achte hierbei darauf, dass sie gerade auf der Herdplatte liegen – das spart viel Energie. Es ist auch empfehlenswert hier eher schmiedeeiserne Töpfe und Pfannen zu verwenden.

Weitere nachhaltige Gegenstände sind: Bienenwachstücher zum Einpacken deiner Lebensmittel, Holzbürsten als Ersatz zur Spülbürste aus Plastik, wiederverwendbare Bambustücher statt Einweg-Küchenpapier, Dauerbackfolien als Ersatz zum Backpapier und Siebe, Kuchenformen sowie Rührschüsseln aus Emaille. Es gibt viele Online-Shops, die nachhaltige Küchenutensilien anbieten. Beispielsweise findest du bei Waschbär verschiedene Kategorien, wie Küchenzubehör, Küchengeräte, Geschirr, Besteck und vieles mehr. Absolut nachhaltig sind dabei Gegenstände aus Edelstahl! Sie sind langlebiger als Plastik-Alternativen. Außerdem kannst du sie ganz einfach in die Spülmaschine packen. Es gibt beispielsweise Brotdosen und Strohhalme aus Edelstahl – bei Klean Kanteen findest du eine große Auswahl.

Schneidebretter, Salatbesteck und Kochlöffel aus Olivenholz sind sehr nachhaltig und dazu strapazierfähig sowie langlebig. Wiederverwendbare Obst- und Gemüsebeutel aus Bio-Baumwolle sind eine super Möglichkeit, um Plastik zu vermeiden. Schraubgläser eignen sich sowohl beim Einkaufen im Unverpackt-Laden, als auch zur Lagerung deiner Lebensmittel. Hier gelangst du zu einem thematisch passenden Blogbeitrag, wo wir dir alles über das Thema “unverpackt Einkaufen” erklären.

Ein Tipp von uns für dich: Kaufe Getränke und konservierte Lebensmittel direkt in Gläsern! Die kannst du direkt als Vorratsbehälter oder für deinen nächsten Einkauf nutzen. Doch nicht nur bei den Geräten und sonstigen Gegenständen kannst du nachhaltiger agieren. Zu einer umweltbewussten Küchen gehört ebenfalls der richtige Umgang mit Lebensmitteln.

So gehst du umweltbewusst mit Lebensmitteln um

Einkauf

Bereits hier beginnt der umweltbewusste Umgang mit Lebensmitteln. Saisonales und regionales Einkaufen schont unsere Natur und ist für dich auch wesentlich gesünder. Erstens halten sich diese Lebensmittel nämlich länger aufgrund der kürzeren Transportzeiten und -wege sowie des geringeren Einsatzes von Pestiziden. Andererseits verhinderst du so Lebensmittelverschwendung, da ein geringeres Risiko besteht, dass die Produkte beim Transport zerstört werden.

Lagerung

Es gibt für verschiedene Lebensmittel spezielle Bedingungen, die bei der Lagerung eingehalten werden sollten. Wir haben dir hier einmal die wichtigsten zusammengestellt.

  • Gemüsesorten, die viel Wasser enthalten, gehören nicht in den Kühlschrank.  So würden sie ihr Aroma verlieren und sie können schimmeln. Lagere sie lieber an schattigen und luftigen Plätzen, wie zum Beispiel im Keller oder in der Speisekammer. Zu diesen Gemüsesorten zählen beispielsweise Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen oder Zucchini.
  • Olivenöl solltest du zur Sicherung der Haltbarkeit bei Zimmertemperatur und lichtgeschützt lagern.
  • Brot bleibt am längsten haltbar, wenn du es bei Zimmertemperatur in luftdurchlässigen Behältnissen lagerst. Ohne ausreichend Luftzufuhr kann das zu Schimmel führen. Hier empfehlen wir Gefäße aus Ton, denn in Brotkästen aus Holz würde das Brot schnell austrocknen.
  • Zitrusfrüchte sind bei Zimmertemperatur für eine Woche haltbar.
  • Knoblauch und Zwiebeln fühlen sich im kühlen Raum oder in Tongefäßen, in denen sie “atmen” können, am wohlsten.
  • Bananen, Mango sowie Ananas bevorzugen ebenfalls einen kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Aber bitte nicht im Kühlschrank lagern, denn das führt zu braunen Flecken.
  • Bei der Avocado musst du den Reifegrad beachten. Noch unreife Früchte können am besten bei Zimmertemperatur nachreifen und weich werden. Hast du die Avocado bereits geschnitten, dann lagere sie im Kühlschrank. Tipp: mit Kern und der etwas mit Zitronensaft beträufelten Schnittfläche nach oben in ein luftdichtes Behältnis geben!

Allgemein solltest du besonders Obst und Gemüse vor dem Verzehr waschen, aber lege sie nicht nass zurück in den Kühlschrank. Das kann zur Bildung von Bakterien, Schimmel oder Keimen führen.

Auch bei der Kombination der zusammen gelagerten Lebensmittel solltest du genau hinsehen. Wenn du nämlich ethylenabgebende Sorten miteinander oder mit anderen empfindlichen Sorten lagerst, dann verderben diese schneller. Ethylen ist ein Pflanzenhormon, das auch als Reifegas bezeichnet wird. Deshalb gilt es, diese Sorten nach Möglichkeit einzeln und auch voneinander entfernt zu lagern. Diese fünf Sorten bzw. Gruppen solltest du einzeln aufbewahren:

  • Äpfel & Birnen
  • Avocados
  • Bananen
  • größere, süße Steinfrüchte (Aprikosen, Mangos, etc.) 
  • Tomaten
Mindesthaltbarkeitsdatum

Damit einhergehend ist es auch wichtig, dass wir uns mit den Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) eines Lebensmittel beschäftigen. Oft wird dieser Begriff nämlich falsch interpretiert. Viele Menschen werfen Lebensmittel, deren MHD erreicht ist, direkt in den Müll. Dabei sind viele Produkte auch darüber hinaus noch haltbar – es ist ja schließlich das MINDESThaltbarkeitsdatum. Auch Joghurt, Eier und Käse halten sich oft noch darüber hinaus. 

Du solltest hier auf deine Sinne vertrauen und auf deinen gesunden Menschenverstand hören. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat eine Checkliste mit 30 Lebensmitteln erstellt. Hier findest du sie: https://www.vzhh.de/mhd-checkliste

Resteverwertung

Es gibt viele kreative und auch leckere Ideen, anfallende Reste zu verwerten. Wir haben hier einmal ein paar Möglichkeiten für dich herausgesucht. Das kannst du aus deinen Gemüseresten zaubern:

  • Brühe oder Suppe aus z. B. Karotten-, Gurken- oder Spargelschalen
  • Smoothie aus z. B. Blätter von Radieschen und Karotten oder braun gewordene Bananen sowie leicht schrumpelige Äpfel
  • Chips aus Schalen von Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Roter Bete (Achtung: nur Bio-Gemüse (pestizidfrei) und vorheriges Säubern)

Du kannst dir leckeres Pesto aus Blättern von Radieschen, Rettich, Kohlrabi oder Karotten herstellen. Harte Brötchen kannst du zu Semmelknödeln und Paniermehl weiterverarbeiten. Aus Kürbis- oder Melonenkernen kannst du genussvolle Snacks kreieren – die Kerne aber bitte nicht roh verzehren! Kaffeesatz eignet sich sehr gut als Dünger oder Gesichtspeeling. Rezepte für Resteverwertungen findest du natürlich überall im Internet. Wenn du es aber doch lieber griffbereit in deinem Rezepte-Schrank hättest, dann schau nochmal bei unserem Buchtipp zu diesem Thema vorbei.

Wie kannst du Müll in deiner Küche vermeiden?

Müll ist auf der ganzen Welt ein großes Problem und ein großer Teil davon fällt in unseren Küchen an. Umso wichtiger ist  eine konsequente Mülltrennung, hierzu hat Utopia einen informativen Artikel veröffentlicht. Klicke hier und du gelangst direkt dorthin.

Du kannst Wochenmärkte oder Unverpackt-Läden besuchen, um deinen Müll zu reduzieren. Wenn du im Supermarkt einkaufen musst oder möchtest, dann versuche Großpackungen auszuwählen, denn so kannst du ebenfalls eine Menge Verpackungsmüll sparen. 

Einsparungspotenzial ergibt sich in der Küche auch beim Kaffee und Tee. Kaffee-Kapseln sind nicht umweltfreundlich, daher empfehlen wir entweder aluminiumfreie Espressokocher oder Glas- bzw. Porzellanfilter. Tee solltest du nicht aus einzeln verpackten Teebeuteln genießen, sondern lose kaufen und mit einem Dauerfilter oder wiederverwendbaren Beuteln aufgießen.

Unsere ökologischen Reinigungs-Tipps 

Auch in Punkto Reinigung kann man Einiges umstellen, damit deine Küche noch ein bisschen umweltfreundlicher wird. Wir erklären dir, was du machen kannst. Deinen Kühlschrank und auch deinen Eisschrank solltest du am besten alle vier bis sechs Wochen reinigen. Dabei kannst du folgendermaßen vorgehen: Ausschalten, Stecker ziehen, Lebensmittel zwischenlagern, Kühlschrank reinigen und für mehrere Stunden auslüften lassen. Das Gefrierfach musst du mit offener Tür abtauen lassen. Einfach ein Handtuch reinlegen, dann saugt dieses das entstehende Kondenswasser auf.

Welche nachhaltigen Reinigungsmittel du in deiner Küche nutzen kannst, wollen wir dir hier kurz aufzeigen. Zuallererst möchten wir dir nahelegen, keine chemischen Reiniger zu verwenden. Die sind für unsere Umwelt und für dich sehr schädlich. 

Es gibt eine Reihe Hausmittel wie Zitronensäure, Essig und Soda. Essigwasser kannst du beispielsweise sehr gut für deinen Kühlschrank oder deinen Backofen (hier in Kombination mit Backpulver) nutzen. Dazu mischt du einfach 100 ml Essig mit 200 ml Wasser. Bevor du deine Lebensmittel wieder in den Kühlschrank einräumst oder deinen Backofen nutzen möchtest, solltest du einmal mit klarem Wasser nachwischen. Beim Reinigen achte auf das Gummi – dort solltest du lieber Spülmittel verwenden. Du kannst ebenso gut Zitronenwasser nutzen. Presse dazu ein bis zwei Bio-Zitronen aus und mische sie im Verhältnis 1:1 mit Wasser.

Möchtest du lieber Produkte fertig angemischt kaufen? Dann wähle bitte die ökologischen Bio-Reinigungsmittel. Diese werden meistens auf pflanzlicher Basis, ohne Farb- oder Konservierungsstoffe sowie ohne Chlor hergestellt.

Wir hoffen, dass dir dieser Beitrag Inspirationen geliefert hat und dich motiviert deine Küche nachhaltiger zu gestalten. Bald erwartet dich bereits der dritte Teil unserer Haushalts-Reihe. Folge uns auf Instagram, um keinen Beitrag mehr zu verpassen.

Unverpackt-Läden

Einkaufen gehen ohne einen riesigen Berg aus Verpackungsmüll zu produzieren – geht das? Ja! Durch Unverpackt-Läden ist das seit einigen Jahren möglich. Was eigentlich genau dahinter steckt und wo du in deiner Nähe einen solchen Laden finden kannst, erfährst du hier in diesem Blogbeitrag.

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Das erwartet dich

Was ist ein Unverpackt-Laden?

Du findest in Unverpackt-Läden all das, was auch ein Lebensmittelhändler anbietet. Das Sortiment umfasst Obst, Gemüse, Nudeln, Kaffee, Reis, Hygieneartikel und vieles mehr. Doch eine Sache wirst du hier nicht finden: Plastik! Weder in Form von Plastiktüten noch als PET-Verpackungen.

Die Ware wird meist “offen” oder in Form von wiederverwendbaren Behältern angeboten. In fast allen Läden werden die Lebensmittel häufig in sogenannten “Bulk Bins” aufbewahrt, das sind an einer Wand montierte Spender. So kannst du dir deine benötigte Menge selbst in eigene Gefäßen abfüllen und nach Hause transportieren. Gewürze und Kräuter werden meist in großen Gläsern angeboten. Essig und Öl kannst du dir aus großen Kanistern oder Flaschen in kleinere Flaschen abfüllen. Eier solltest du am besten in selbst mitgebrachten Kartons und Käse beispielsweise in Papier verpacken. Vor deinem Einkauf wird das Eigengewicht der Gefäße ermittelt, welches am Ende nicht mit einberechnet wird. Welche Behältnisse sich für einen Einkauf besonders anbieten, erfährst du weiter unten.

Unverpackt-Läden setzen außerdem auf regionale Produkte, um die Umweltbelastung weiter zu reduzieren. In Deutschland unterliegen die Geschäfte den gleichen strengen Hygienevorschriften wie ein “normaler” Lebensmittelhändler. Hier musst du also keine Abstriche befürchten.

Wieso ist es so wichtig?

Die Lebensmittelindustrie setzt aufgrund der Hygiene und Frische häufig auf abgepackte Waren. Hersteller fürchten, dass ihre Waren sonst beschädigt werden oder leicht verderben könnten. So fällt dem Konsument natürlich der Transport leichter, doch oft werden die Verpackungen innerhalb kürzester Zeit weggeworfen. Häufig dienen sie allerdings weder dem Frischeschutz noch der Hygiene, sondern werten lediglich die optische Erscheinung eines Produktes auf.

Einwegverpackungen bestehen zumeist aus Plastik. Der Kunststoff bietet absolute Stabilität und kann günstig produziert werden. Größtenteils können diese Verpackungen recycelt werden, aber schaut man sich die Realität an, dann geschieht es viel zu selten. Das Ergebnis ist, dass der Müll verbrannt wird. Das bringt natürlich viele Folgen mit sich, die wir dir hier kurz aufzeigen möchten.

In unseren Meeren gibt es unfassbar viel Plastik. Jährlich sterben unzählige Tiere an verschluckten Plastikteilen oder verfangen sich in Kunststofffasern oder Getränkehaltern. Plastik benötigt mehrere 100 Jahre bis zum vollständigen Verrotten. Dabei zerfällt es in immer kleiner werdende Stückchen: dem Mikroplastik. Dieses gelangt durch die Erde in die Pflanzen, in Tiere und letztlich auch in den Menschen.

Die Vorteile eines Unverpackt-Ladens liegen also auf der Hand:

Umweltschutz

Du sparst Plastikverpackungen, die unter hohem Energieaufwand produziert werden müssten. Für die Herstellung wird Erdöl benötigt, das knapp ist und dessen Abbau schmutzig ist. Außerdem legen Unverpackt-Läden einen besonderen Wert auf regional erzeugte Produkte. Du unterstützt also die regionale Landwirtschaft und durch kurze Transportwege schonst du die Umwelt.

Reduzierung der Lebensmittelverschwendung

Du kaufst nur die wirklich benötigte Menge. Jeder kennt diesen Moment im Supermarkt, wenn man ein neues Produkt testen will und gar keine 500g-Packung benötigt. Letztlich kauft man sie, weil man es ja austesten möchte. In einem Unverpackt-Laden kannst du selbst Mengen unter 100g kaufen. So landet nur das Nötigste in deinen Einkaufskorb und du musst keine Lebensmittel wegwerfen.

Schadstoffarme Ware

Häufig bieten Unverpackt-Läden ausschließlich Bio-Waren an. Bei den nachhaltigen Laden-Konzepten setzen Gründer/innen häufig auf Lebensmittel aus biologischem und/oder regionalem Anbau. So kannst du Ware kaufen, die nicht mit chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in Kontakt gekommen sind. Das spiegelt sich natürlich besonders im intensiven Geschmack wieder.

Ein weiterer Punkt ist, dass durch plastikfreies Einkaufen keine Mikroplastik-Partikel in deinen Körper gelangen können. Durch die Berührung von Lebensmittel und Kunststoffverpackung würden sich diese sonst festsetzen. Plastik kann auch den Geschmack eines Produktes beeinflussen. So kann es beispielsweise beim Wasser in Plastikflaschen dazu kommen, dass sich “Acetaldehyd” auf das Getränk abfärbt und einen süßlichen Geschmack hinterlässt.

Karte mit Unverpackt-Läden in deiner Nähe

Ketten

Es gibt zudem auch Ketten, wo du lose Lebensmittel kaufen kannst. Wir haben dir hier einmal die wichtigsten aufgelistet:

  • Basic Bio – eine Bioladen-Kette mit Unverpackt-Abteilungen in den Filialen 
  • Ebl Naturkost – Mitnahme von eigenen Gefäßen für Fleisch und Käse erlaubt
  • Denn’s Biomarkt – loses Obst und Gemüse, Wurst und Käse in eigenen Behältern
  • Edeka – Filialen mit unverpackten Trockenwaren, Nüssen, Tee; Mitnahme eigener Gefäße für Fleisch und Käse erlaubt
  • Vom Fass – Essig, Öl & Spirituosen
  • Wajos – Essig, Öl & Spirituosen 
  • Oil & Vinegar – Essig, Öl & Spirituosen
  • Gepp’s – Essig, Öl & Spirituosen
  • Lush – feste Shampooseife und andere vegane & palmölfreie Seifen

Tipps für den Einkauf

Wichtig für diesen Einkauf ist eine gute Planung! Supermärkte gibt es an jeder Ecke, doch Unverpackt-Läden leider nicht. Jeder Einkauf sollte daher gut vorbereitet sein, um Engpässe im eigenen Küchenregal zu vermeiden. Außerdem ist es besonders für “Anfänger” ein ungewohntes Einkaufserlebnis. Daher haben wir dir hier unsere 6 wichtigsten Tipps zusammengestellt.

Tipp 1: Führe eine Inventarliste

Eine Liste über deine gängigen Lebensmittel kann dir bei der Planung sehr helfen. Diese kannst du ständig aktualisieren und anpassen. So siehst du schnell, welche Produkte dir fehlen und aufgefüllt werden müssen. Besonders clever ist eine digitale Liste, so kannst du auch unterwegs darauf zugreifen.

Tipp 2: Informiere dich über die Unverpackt-Läden in deiner Nähe

Es ist sinnvoll sich im Vorwege über das Sortiment und die Öffnungszeiten zu informieren. Nicht alle Läden bieten dieselben Produkte an. Viele Inhaber/innen erzählen mehr darüber auf ihrer Internetseite oder auf ihren Social Media Kanälen.

Tipp 3: Erstelle Essenspläne

Diese können dir beim Schreiben von Einkaufslisten sehr helfen. Du kaufst dann auch nur das, was du in der nächsten Zeit wirklich benötigst. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Außerdem kannst du deinen Essensplan mit dem Sortiment des Unverpackt-Ladens abgleichen. So kannst du ebenfalls die Anzahl der benötigten Behältnisse mit deinem geplanten Einkauf abstimmen.

Tipp 4: Bringe deine eigenen Behälter und Beutel mit

Wie bereits erwähnt ist es für deinen Einkauf sinnvoll, eigene Behältnisse mitzubringen. Einige Unverpackt-Läden stellen allerdings auch Alternativen für dich zur Verfügung. Glasbehälter sind nicht immer die beste Wahl, da sie schwer und unhandlich im Transport sind. Daher eignen sich besonders für Trockenwaren (Nudeln, Reis, usw.) am besten Stoffbeutel oder Edelstahldosen. Dann solltest du zuhause deine Lebensmittel allerdings in Glasbehälter umfüllen. Zum Schutz sollten die Gefäße ebenfalls luftdicht verschlossen sein.

Tipp 5: Behältnisse vor der Befüllung abwiegen

In vielen Unverpackt-Läden findest du an der Eingangstür eine Waage, um eure Gefäße zu wiegen. Wir empfehlen dir bei deinem ersten Besuch Mitarbeiter/innen um Hilfe zu bitten. Sie können euch das System am besten erklären. Das musst du nicht bei jedem Einkauf machen, denn du kannst das Leergewicht einfach auf deine Behältnisse schreiben.

Tipp 6: Plane für den ersten Besuch Zeit ein

Besonders als Neuling kann der erste Besuch einige Zeit in Anspruch nehmen. Mitarbeiter/innen werden dir bei allen Anliegen helfen können, also frag sie einfach. Das Befüllen der Behälter wird sicherlich anfangs noch ungewohnt sein, doch die Routine stellt sich schnell ein.

Diese Behältnisse empfehlen wir dir

Stoffbeutel

Nüsse, Haferflocken, Hülsenfrüchte, getrocknete Früchte, Brot oder lose Seife

Wäschenetze

loses Obst und Gemüse

Gläser

„nasse“ Sachen wie Oliven, Antipasti, Tofu, Käse oder Bratlinge

Tee- oder Kaffeedosen

Kaffee und Tee

Einkaufstasche oder -korb

Einkäufe nach Hause transportieren

Wie bekommen Unverpackt-Läden ihre Ware?

Das haben wir uns auch immer gefragt, daher haben wir für dich etwas recherchiert. Zwei Dinge können wir bereits zu Beginn sagen. Um europäische Hygienevorschriften einzuhalten, darf man die Ware nicht komplett lose transportieren. Die Warenanlieferung der Unverpackt-Läden hängt von der jeweiligen Organisation ab. Es gibt allerdings grundlegende Aspekte, die auf fast alle Läden zutreffen.

Viele verpackungsfreie Läden arbeiten, wie bereits erwähnt, mit regionalen Erzeugern zusammen. Die bringen häufig das Obst und Gemüse mehrmals die Woche lose in offenen Transportboxen. Diese Kisten werden dann bei der nächsten Lieferung einfach wieder abgegeben. Hersteller transportieren auch Flüssigprodukte wie Öl oder Essig in Kanistern, die nach der Entleerung wieder zurückgegeben werden. Bei Trockenprodukten greifen Unverpackt-Läden auf große Gebinde von 25 kg oder mehr zurück. Bestenfalls liefern die Hersteller diese dann in großen Transportboxen oder Papiersäcken an.

Ist der verpackungsfreie Einkauf wirklich teurer?

Diese Diskussion wird in Bezug auf Unverpackt-Läden immer wieder geführt. Wir sagen dir direkt vorab: Eine allgemeingültige Antwort kann man darauf nicht geben. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wir möchten dir das gerne etwas genauer erläutern.

Es kann sein, dass ein Produkt im verpackungsfreien Laden günstiger ist als im Supermarkt. Aber auch genau das Gegenteil kann der Fall sein. Das kann zum einen an besseren Konditionen mit dem Lieferanten liegen. Zum anderen gibt es ja keine festgelegten Preise für bestimmte Lebensmittel.

Ein weiterer Aspekt ist, dass es in Unverpackt-Läden häufig Bio-Produkte gibt. Die sind natürlich verglichen mit “normalen” Lebensmitteln aus dem Supermarkt teurer. Du bezahlst hier die gute Qualität, den pestizid-freien Anbau und die Regionalität des Produktes. Zu beachten gilt es außerdem, dass du außergewöhnliche Lebensmittel meist gar nicht in einem Supermarkt finden wirst. 

Im Durchschnitt ist der Einkauf etwas teurer als in einem herkömmlichen Supermarkt. Der Unverpackt-Laden verzeichnet in der Regel weniger Kundschaft und kauft auch kleinere Mengen bei lokalen Erzeugern. All das wirkt sich natürlich auf die Höhe des Preises aus.

Du musst nicht deinen gesamten Monatseinkauf in einem Unverpackt-Laden erledigen. Es ist aber eine Möglichkeit, um den Verpackungsmüll zu reduzieren und unsere Umwelt so zu schützen. Die Einkaufs-Routine von heute auf morgen umzustellen, sollte nicht dein Ziel sein. Denn das ist nicht möglich. Probiere diese Alternative einfach einmal aus und taste dich langsam an das verpackungsfreie Einkaufen ran. In unserem Blogbeitrag “nachhhaltiger Wocheneinkauf” findest du weitere Inspirationen, wenn du neben Unverpackt-Läden vielleicht etwas anderes austesten möchtest. Teile gerne diesen Beitrag oder die Karte, um noch mehr Menschen von diesem tollen Trend zu erzählen!

Nachhaltiger Wocheneinkauf

Du denkst darüber nach, wie man nachhaltiger und umweltschonend einkaufen kann? Perfekt! Dann ist dieser Blogbeitrag genau der richtige für dich. Mit diesen Tipps und Tricks wollen wir dir zeigen, wie “nachhaltig einkaufen” funktioniert und wie du so einen wichtigen Schritt gehen kannst, um unserer Umwelt etwas Gutes zu tun. 

 

 

Viel Plastik beim Einkaufen – Nachhaltiger Wocheneinkauf ist gar nicht so einfach

Nachhaltiger Wocheneinkauf? Was soll das sein? Jeder muss einkaufen gehen – das ist total logisch. Doch, wenn du nachhaltig einkaufen willst, solltest du auf einiges achten, denn, wenn man sich anschaut wie viele Lebensmittel in Plastik verpackt sind, dann bekommt man meistens einen großen Schreck. Fällt es dir auch schwer, bewusster einzukaufen? Das verstehen wir vollkommen – meistens hat man gar nicht so viel Zeit, sich bewusst und nachhaltig mit dem Thema Einkauf zu beschäftigen. Man hat Stress auf der Arbeit, muss noch schnell die Kinder von der Schule oder dem Kindergarten abholen. Das Thema Einkaufen wird dann eher halbherzig abgehandelt. Aber das muss nicht so sein. Wir wollen dir tolle Tipps zum Thema “nachhaltiger Einkauf” geben mit denen du ganz schnell zum umweltschonenden Einkaufsprofi wirst! 

 

Nachhaltiger Wocheneinkauf: Darauf solltest du achten

 

Saisonalität

Du solltest beim nachhaltigen Wocheneinkauf darauf achten, dass du möglichst saisonales und frisches Gemüse einkaufst. Tiefgekühltes hingegen verbraucht viel CO₂ – ebenso auch Gewächshausgemüse, weil es viel Energie für Beleuchtung, Bewässerung und Heizung benötigt. Das bedeutet zwar keine Erdbeeren im Winter, aber dafür weniger Umweltschäden. Zur Orientierung kannst du dir einen Saisonkalender kaufen. Kleiner Hinweis aus unserem Buchtipp “Zero Waste Küche”: Hier findest du viele tolle Rezepte und Informationen zu Lebensmitteln – so wird der Einkauf zum Kinderspiel. 

 

Herkunft

Ebenso solltest du auf die Herkunft der Lebensmittel achten – ja lokaler du Lebensmittel kaufst, desto besser ist es für das Klima, da diese mit kürzeren Transportwegen auskommen. Durch den geringeren Bedarf an fossilen Brennstoffen, zum Beispiel für Tankfüllungen, wird insgesamt weniger CO₂-Ausstoß produziert.

 

Obstnetze und Unverpackt-Läden 

Du kannst beim Einkaufen auch selbst viel tun, damit du umweltbewusster agierst. Nimm zum Beispiel wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze mit zum Einkaufen, damit du keine Plastik- oder Papiertüten benutzen musst. Und wenn du noch einen Schritt weitergehen möchtest, dann kannst du ja mal schauen, ob du einen Unverpackt-Laden in deiner Nähe findest. Dort kannst du viele Lebensmittel in nachhaltige Behälter füllen und verzichtest so vollends auf Verpackungen. Wir haben auch eine Karte mit Unverpackt Läden für dich vorbereitet und tolle Tipps, was du alles bei Einkaufen noch beachten kannst!

 

Was sich verändert, wenn du nachhaltig einkaufst

Wenn du diese Tipps beherzigst, wirst du merken, dass du ganz anders an den Einkauf herangehen wirst. Der nachhaltige Wocheneinkauf wird dir mit der Zeit immer leichter fallen und diese Dinge werden dir bestimmt mit der Zeit auffallen.

 

Entschleunigung: Du wirst dir mehr Zeit für den Einkauf nehmen.

Wenn du dir vorher eine Einkaufsliste schreibst und nachhaltig planst, wie du einkaufen möchtest, dann nimmst du dir auch bewusst mehr Zeit für den Einkauf. Du tätigst auch keine Spontankäufe mehr, bei denen am Ende mehr unnötiges Zeug im Einkaufswagen landet als nötig.  Du kannst zum Beispiel auch schon deine Kids toll in den Einkauf mit einbeziehen. Lass sie das Gemüse für den Einkauf auswählen, so lernen sie spielerisch, welche Sorten es gibt. So macht der Einkauf allen Spaß und ist nicht mehr nur stressig oder nervig.

 

Gesundheit: Du kaufst weniger ungesunde Dinge mit Zucker oder Geschmacksverstärkern.

Dies ist ein toller Nebeneffekt des nachhaltigen Einkaufs: Da du zum Beispiel mehr auf Wochenmärkte oder in Unverpackt-Läden einkaufen gehst, kaufst du auch gleich gesünder ein. Fertigprodukte sind ja für gewöhnlich in Plastik eingepackt und nicht gerade gesund, daher fallen diese automatisch bei deinem Einkauf raus. 

Übrigens: Das bedeutet natürlich nicht, dass du gar nichts mehr in Plastik Verpacktes kaufen sollst, denn es lässt sich leider manchmal nicht vermeiden. Aber achte darauf, dass du abbaubare oder recycelte Verpackungen kaufst. 

Nachhaltiger Wocheneinkauf: Klimafreundliche Gerichte die du ausprobieren kannst

Zu guter Letzt möchten wir dir jetzt noch ein paar Ideen mit an die Hand geben, welche Gerichte zu welcher Jahreszeit gekocht werden können, sodass du klimafreundlich und mit saisonalen Lebensmittel kochen kannst. Für weitere Ideen schau auf jeden Fall bei unserem Buchtipp vorbei zur Zero Waste Küche – da wirst du noch weitere tolle Rezepte finden!

Frühling: 

Forelle mit Gurkensalat
Spinatknödel mit Frühlingszwiebeln
Spargelcremesuppe

Sommer:

Porridge mit Erdbeeren
Veggie Burger mit selbstgemachten Pommes
Kartoffelpuffer mit Apfelmus
Blumenkohlreis mit Auberginen-Paprika-Gemüse

Herbst:

Lauchsuppe
Pilz Risotto
Kürbis aus dem Ofen mit rote Bete Salat

Winter:

Thymian-Zwiebelkuchen
Gebratener Reis mit saisonalem Gemüse
Vegetarische Wirsingrouladen
Linsensuppe

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Beitrag ein paar Ideen und Tipps liefern konnten, wie du ganz einfach einen nachhaltigen Wocheneinkauf durchführen kannst! Hast du noch andere Tipps, um nachhaltiger einkaufen zu gehen? Dann schreib es in die Kommentare!

Nachhaltige Trinkflaschen für unterwegs

Wasser

Plastikflaschen schaden nicht nur unserer Umwelt. Bei der Produktion und der Verbrennung von Flaschen aus Kunststoff geraten viele schädliche Stoffe in unsere Natur – das wissen wir bereits.

Unbeauftragte Werbung

Auch PET- oder Mehrwegflaschen bestehen nicht zu 100 % aus recyceltem Material. Häufig können diese nicht vollständig recycelt werden. Plastikflaschen in unserem Alltag gefährden auch unsere Gesundheit! Plastikflaschen solltest du nicht wiederverwenden, denn die Kunststoffe enthalten häufig Weichmacher. Die Schadstoffe können sich im Laufe der Zeit lösen und in unseren Organismen gelangen. Zum Beispiel BPA (Bisphenol A): Es löst sich durch Erwärmung, aber eben auch durch den Kontakt mit einer Flüssigkeit.

Du möchtest noch mehr zur Plastik Problematik erfahren? Dann schau bei unserem Blogbeitrag zum Thema Plastik unterwegs vermeiden vorbei. Du bist direkt Feuer und Flamme in Zukunft auf Plastikflaschen zu verzichten? Dann lies hier weiter und erfahre mehr über nachhaltige Trinkflaschen für den Alltag.

Darauf solltest du beim Kauf achten

Hier findest du die vier wichtigsten Eigenschaften im kurzen Überblick:

1. Frei von Schadstoffen

Eine Trinkflasche muss definitiv frei von Schadstoffen sein. Ein bedenklicher Stoff ist beispielsweise BPA, welcher nicht in nachhaltigen Trinkflaschen verarbeitet sein sollte.

2. Gewicht und Reinigung

Deine Trinkflasche sollte leicht sein, damit du sie gut transportieren kannst. Für die Sicherstellung der Langlebigkeit sollte sie leicht zu reinigen sein (bestenfalls sogar spülmaschinenfest).

3. Dichtheit

Was nützt dir bei einer Pause eine leere Trinkflasche, weil alles ausgelaufen ist? Daher achte besonders darauf, wie die Flasche verschlossen wird und welche Getränke geeignet sind.

4. Faire Herstellungsbedingungen

Wenn du eine vollkommen nachhaltige Trinkflasche möchtest, dann beachte die Herstellungsbedingungen der Flasche. Siegel oder Zertifikate geben meist einen Hinweis auf nachhaltige Produktionen.

Nachhaltige Trinkflaschen im Vergleich

Trinkflaschen aus Glas oder Edelstahl sind hygienisch (meist spülmaschinenfest und gut zu reinigen), geschmacksneutral und schadstofffrei. Da das Angebot sehr groß ist, haben wir hier eine Auswahl getroffen – für dich oder als Geschenk.

Nachhaltige Trinkflaschen aus Edelstahl

Die Flaschen von 24Bottles gehören unter den Edelstahlflaschen zu den leichteren Modelle. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben, sodass jeder fündig wird. Je nach Modellvariante variieren Größe und Preis. Die Clima Bottle erhältst du für 27 € (kleine Größe) oder für 45 € (große Flasche). Die Produkte sind BPA-frei und halten dicht24Bottles ist Mitglied bei B Corporation (Zertifizierung), hergestellt wird unter zertifizierten und standardisierten Bedingungen in China. Die Verschlüsse bestehen innen aus Kunststoff, sind also nicht vollkommen plastikfrei.