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Nachhaltigkeitssiegel

Nachhaltigkeitssiegel

Hast du schon mal ein Nachhaltigkeitssiegel gesehen? Wir glauben, dass du bestimmt schon einige kennst, denn sie begegnen dir beinah überall beim Einkaufen! Mit diesem Beitrag wollen wir dir diese Siegel genauer vorstellen.

 

Welche Nachhaltigkeitssiegel gibt es und wofür sind sie da?

Nachhaltigkeitssiegel dienen dazu, dass gewisse soziale, ökonomische und ökologische Standards eingehalten werden. Diese sind mit den Voraussetzungen für das jeweilige Siegel verknüpft. Bevor ein Produzent dieses Label nutzen darf, muss er nachweislich alle Vorgaben erfüllen – auch auf Dauer.

Fairtrade Siegel

Dieses Nachhaltigkeitssiegel kennst du bestimmt. Es ist eines der bekanntesten unter den Fairness-Siegel mit tausenden von Produkten – von Lebensmitteln, Blumen bis hin zu Kosmetik – die dieses Siegel tragen. Rund 1,7 Millionen Erzeuger in 75 Anbauländern arbeiten derzeit mit Fairtrade zusammen. 

Zum Standard des Fairtrade Siegels gehören Mindestpreise, Prämien für Produzenten sowie das Verbot von Gentechnik. Dem Fairtrade Siegel wird eine hohe Aussagekraft zugeschrieben. Zudem wurde die Wirksamkeit des Labels auch schon in mehreren Studien belegt.

Demeter Siegel

Hinter dem Demeter Siegel steckt der älteste Bioverband Deutschlands, der sich seit 1924 für nachhaltige Landwirtschaft einsetzt. Rund 3.500 Produkte tragen im Moment das Demeter Siegel, welches es auch für Kosmetik und Bekleidung gibt.

Landwirte, die mit dem Demeter Siegel zertifiziert sind, bewirtschaften ihre Felder biodynamisch und verwenden spezielle biologisch-dynamische Präparate, die die natürlichen Stoffwechselprozesse des Bodens unterstützen. Die Vorgaben des Demeter Siegels gelten als die nachhaltigste Weise für die Bewirtschaftung von Land. 

Zu den Richtlinien des Siegels gehört das Verbot von Pestiziden, vorgeschriebene Biodiversität, Einsatz von Bio-Futter, Verbot der Hybridzucht im Getreideanbau sowie die obligatorische Tierhaltung für landwirtschaftliche Betriebe.

Europäisches Bio-Siegel 

Zu den bekanntesten Nachhaltigkeitssiegeln gehört das Bio-Kennzeichen der EU. Alle Lebensmittel und Getränke, die ein Händler innerhalb der EU als “Bio-Qualität” bewerben möchte, müssen mit diesem Siegel gekennzeichnet sein. Dieses Siegel dürfen nur Produkte tragen, die auf chemisch-synthetischen Pflanzenschutz verzichten und ohne Gentechnik hergestellt wurden.

Für Tierhaltung gilt eine Höchstzahl pro Hektar und es werden artgerechte Haltungsformen vorausgesetzt. Bei der Vergabe dieses Siegels werden jedoch auch europaweite Anbauinteressen berücksichtigt, wodurch das Siegel weniger nachhaltig ist als zum Beispiel Demeter. So müssen zum Beispiel Erzeuger, die nach den EU-Richtlinien agieren, ihren Hof nicht ganz auf Bio-Produktion umstellen und können außerdem doppelt so viele Tiere auf einem Hektar halten als zum Beispiel beim Naturland- oder beim Bioland-Siegel.

Naturland-Fair-Siegel

Das Naturland-Fair-Siegel steht für Produkte, die nach Aspekten des ökologischen Anbaus, der sozialen Verantwortung und fairen Handels erzeugt werden.

Fast 650 Produkte gehören zu diesem Siegel, genauer gesagt allerlei Lebensmittel wie Milch, Kaffee, Schokolade, Brot und Gewürze. Um dieses Siegel zu erhalten, sind die Bio-Zertifizierung, faire Erzeugnis-Preise, Prämienzahlungen und der vollständige Verzicht auf Gentechnik Pflicht. Die Erzeuger und Verarbeiter werden mindestens ein Mal im Jahr kontrolliert und das Siegel gehört zu denen mit den strengsten Kriterien und mit hohem Fokus auf Umweltschutz. 

HAND IN HAND Siegel 

Hinter dem “HAND IN HAND”-Siegel steht die Organisation Rapunzel Naturkost, welches ein Siegel mit strengen Kriterien ist, die die Erzeuger erfüllen müssen, um zertifiziert zu werden.

Rund 600 vegetarische Naturkostprodukte tragen aktuell ein solches Siegel, welches Nachhaltigkeit mit fairem Handel vereint. Zu den Produkten gehören zum Beispiel Kakao, Schokolade, Süßungsmittel, Nüsse, Trockenfrüchte und Backzutaten. 

Zu den wichtigsten Kriterien des “HAND IN HAND”-Siegels gehören Mindestpreise und Prämien für Partner, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen sowie die Einhaltung ökologischer Leitlinien beim Anbau der Rohstoffe. Zudem finden wir an diesem Siegel noch toll, dass es die Förderung von öko-sozialen Projekten und Initiativen unterstützt. 

Bioland Siegel 

Dieses Siegel wird vom größten Anbauverband Deutschlands vergeben: Dem Bioland Verband für organisch-biologischen Landbau e.V. Mehr als 8.000 Produzenten wie Landwirte, Winzer und Imker gehören zu dem Verband, der mit dem Bioland-Nachhaltigkeitssiegel Lebensmittel wie Tierprodukte, Gemüse, Eier, Obst und Getränke aller Art zertifiziert. Sogar Blumen gibt es mit dem Bioland Siegel!

Bioland engagiert sich für nachhaltige Kreislaufwirtschaft, die artgerechte Haltung der Tiere, die Förderung biologischer Vielfalt sowie die Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen. Für die Zertifizierung gelten strenge Kriterien.

Wir hoffen, wir konnten dir mit diesem Beitrag einen tollen Überblick über die verschiedenen Nachhaltigkeitssiegel geben und du schaust beim nächsten Kauf von Produkten mal genauer auf die Verpackung!

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